An Selbstvertrauen fehlt es dem nur 1,69 m großen und 59 kg leichten Schweizer Laurent Dufaux nicht, zumal ihm bewußt ist, daß er sich als französischsprachiger Westschweizer im "Konkurrenzkampf" gegen die Deutsch-Schweizer besonders auszeichnen muß. "Im Radsport zählten in den letzten Jahren vor allem Tony Rominger, Alex Zülle, Urs Freuler und Bruno Risi. Mehr als drei Viertel unseres Rennfahrerbestandes haben Deutsch als Muttersprache, da könnte man schon einen Minderwertigkeitskomplex bekommen, wenn ins Auge fallende Erfolge ausbleiben", erkannte er schon früh mit klarem Blick für die Realität. Der unausgesprochene Widerstand stachelte jedoch sein Selbstwertgefühl an, vor allem, als er die Bekanntschaft seines in der Nähe wohnenden Landsmanns Pascal Richard machte und seitdem das Straßentraining mit diesem koordiniert, wenn ihre unterschiedlichen Termine solche gemeinsamen Ausfahrten erlauben.
Da er schon früh von sich selbst überzeugt war, störte es ihn nur wenig, daß er vom Verband im Frühsommer nicht zur Teilnahme am olympischen Straßenrennen nominiert wurde. Der Sieg von Pascal Richard in Atlanta war für ihn ...
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