François Jacob wurde am 17. Juni 1920 in Nancy geboren und entstammt einer jüdischen Pariser Familie.
Er besuchte das Lycée Carnot und begann dann, mit der Absicht Chirurg zu werden, ein Medizinstudium an der Sorbonne, das jedoch mit dem Einmarsch der deutschen Truppen 1940 unterbrochen wurde. J. floh nach England, wo er sich den Forces françaises libres, den Freien Streitkräften Frankreichs, anschloß, und war als Hilfsarzt zunächst in den afrikanischen Kolonien, später in der Division Leclerc in Tunesien im Einsatz. Das Kriegsende erlebte er schwer verwundet im Spital.
Nach seiner Rückkehr beendete er sein unterbrochenes Medizinstudium, wußte aber mit dem Arztdiplom wenig anzufangen und versuchte sich zeitweise als Journalist, Filmemacher, Geschäftsmann u. a. Erst seine Dissertation zum Docteur en médicine (1947), in deren Rahmen er Gelegenheit hatte, ein Antibiotikum zu erforschen, weckte wieder sein Interesse an einem medizinisch-biologischen Fachbereich. Nach mehreren vergeblichen Anläufen erlangte er 1950 eine Assistentenstelle im Pasteur-Institut, wo er in der Abteilung für Mikrobenphysiologie unter den Professoren Lwoff und Monod arbeitete ...
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