Als Ludwig Munzinger sen. Ende 1918 aus dem Krieg zurückkehrte, lebte seine Familie schon bei Weingarten in Württemberg, wohin
sie 1917 geflohen war, um den Hungerwintern in Berlin zu entgehen. Folglich war die Landwirtschaft wichtiger geworden als
alles andere und das Archiv fristete - wie auch Munzingers Tätigkeit als dessen Redakteur - bis zum Ende der Inflationszeit
ein Schattendasein. Als sich 1923 die Währung stabilisierte, wuchs mit der Nachfrage auch der Umfang der Lieferungen, die
nun sogar in das deutschsprachige Ausland gingen.
1926 verlegte Munzinger sen. sein Archiv wieder nach Berlin, 1928 erweitert er seinen Dienst (Biographien, Chronik und Sacharchiv) um das "Sportarchiv". 1930 kam es noch einmal zu einem Umzug, der eigentlich der letzte bleiben sollte: Nach Dresden-Loschwitz, der Heimat von Cora Munzinger.