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MUNZINGER Pop

Weltmusik



Pop-Archiv International 04/1992 vom 15. April 1992 (Roland Schmitt)


"Weltmusik heißt, produktiv Distanz zu halten. Denn je stärker die eigene Identität der Musiker, desto tiefer und fruchtbarer fand sich aktives Verständnis für das andere, für die Welt, für das Ganze" (Dita von Szadkowski).

Der nach dem Abebben der Punkwelle Anfang der 80er Jahre allgemein als phantasie- und spannungslos eingeschätzten internationalen Popmusikszene anglo-amerikanischer Prägung erwuchs in der Folgezeit eine nie für möglich gehaltene Konkurrenz durch unterschiedlichste Stile und Klänge aus Kulturen der sog. "Dritten Welt". Das Jahr 1988 brachte schließlich den (wenigstens kurzzeitigen) Durchbruch für exotisch anmutende, weil für Ohren westlicher Hörer ungewohnte Melodien und Rhythmen aus Asien, Afrika, Lateinamerika und der Karibik. Singles, Maxis, ja ganze Alben mit (vorwiegend tanzbaren) Liedern wie "Yéke Yéke" des guineischen Barden Mory Kante (s. dort) oder "Im Nin' Alu" der israelisch-jemenitischen Sängerin Ofra Haza gelangten gar an die Spitze der europäischen Hitparaden. Zur allumfassenden "Etikettierung" dieser vielfältigen, daher oft völlig unterschiedlichen Musikformen setzte sich mit der Zeit der simple, aber auch inhaltsleere Begriff "Weltmusik" ("World Music") durch.

Auf den ersten Blick ...


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