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Aimé Césaire

Geburtstag: 25. Juni 1913
Todestag: 17. April 2008
Nation: Martinique, Frankreich

von Wolfgang Bader und Gernot Kamecke



Aimé Césaire - Essay

Stand: 01.03.2010

Aimé Césaire aus Martinique gilt heute als Klassiker der Dritte-Welt-Literatur. In rund sieben Jahrzehnten intensivster literarischer und politischer Tätigkeit schuf er ein Werk, das sich weltweiter Resonanz erfreut und den wohl bedeutendsten französischsprachigen Beitrag zur Dekolonisation darstellen dürfte. Die wortgewaltige Vielseitigkeit des Dichters, Politikers, Historikers, Essayisten und Dramatikers beruht auf der Betroffenheit des kolonisierten „Negers“, der aus der verordneten kulturellen Unterentwicklung auszubrechen wusste und im Werk den verschiedensten Seiten seines Wesens Luft macht, um sie im Grundentwurf des antikolonialistischen Engagements zu vereinen: als Kampfansage gegen die Kolonialmacht Europa sowie als Versuch, das kulturelle Selbstbewusstsein der schwarzen Rasse deren kolonialer Entfremdung zu entreißen und in einer entkolonialisierten Identität die Utopie einer entkolonialisierten Welt anzugehen.

Ausgangspunkt des Césaireʼschen Werkes ist seine Heimat, die Karibikinsel Martinique, die schon dem lesefreudigen Schüler das Gefühl der kulturellen Erstickung vermittelte. Der Landkarte des Elends mit der vorgezeichneten Karriere des assimilierten Kolonialbeamtentums entfloh Césaire bei der ersten Gelegenheit und begab sich im September 1932 mit einem Stipendium zum Studium nach Paris. Dort fand sein entscheidender intellektueller Formierungsprozess statt: in der halbwegs ...


Der Artikel über Aimé Césaire ist nur einer von derzeit mehr als 650 Artikeln über Leben und Werk herausragender Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts im „KLfG – Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur“ Das KLfG bietet ausführliche Biografien, verzeichnet alle Originalausgaben und sämtliche Übersetzungen ins Deutsche sowie die wichtigste Sekundärliteratur.
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