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KLfG

Yambo Ouologuem

Geburtstag: 28. August 1940
Nation: Mali

von Hans-Jürgen Lüsebrink



Yambo Ouologuem - Essay

Die literarischen und publizistischen Arbeiten von Yambo Ouologuem zählen zu den faszinierendsten und zugleich umstrittensten Werken der modernen afrikanischen Literatur. Paradox mag zunächst erscheinen, daß Ouologuems Werk geradezu eruptiv in einer ganz kurzen Zeitspanne – im wesentlichen in den Jahren 1967 und 1968 – entstand und der Autor seitdem (bis auf wenige Auftragsarbeiten im Schulbuchsektor zu Beginn der siebziger Jahre) verstummt ist. Dies ist um so erstaunlicher, als Ouologuem als erster frankophoner schwarzafrikanischer Schriftsteller nach der Verleihung des Prix Renaudot, des zweitwichtigsten französischen Literaturpreises, für seinen Roman “Das Gebot der Gewalt” (1968) im Rampenlicht der literarischen Öffentlichkeit Frankreichs stand. Kein anderes Werk der afrikanischen Literatur der sechziger und siebziger Jahre wurde in Frankreich, aber auch in Deutschland und den USA, intensiver und kontroverser diskutiert als dieser Roman Ouologuems, den er parallel zu seinem gleichfalls äußerst provozierenden Essay “Lettre à la France nègre” (Brief an das Neger-Frankreich, 1968) veröffentlichte. Die Literaturkritikerin Anita Kern nannte den Roman 1973 “eines der talentiertesten literarischen Werke, die in Afrika oder überhaupt auf der Erde bisher entstanden sind”, und der prominente amerikanische Literaturwissenschaftler Thomas Hale bezeichnete ihn 1990 als ...


Der Artikel über Yambo Ouologuem ist nur einer von derzeit mehr als 650 Artikeln über Leben und Werk herausragender Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts im „KLfG – Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur“ Das KLfG bietet ausführliche Biografien, verzeichnet alle Originalausgaben und sämtliche Übersetzungen ins Deutsche sowie die wichtigste Sekundärliteratur.
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