
| Klassifikation: | Unternehmer |
| Nation: | Deutschland - Bundesrepublik |
Internationales Biographisches Archiv 08/2012 vom
Ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 04/2012
Petra Charlotte Grotkamp, geb. Funke, ist die jüngste von vier Töchtern von Jakob ("Köbes") Funke, des konservativen Mitbegründers der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) .
Erfolg durch Expansion Nach dem Tod des Vaters 1975 erbten G. und ihre Schwestern Ute (de Graffenried), Gisela (Holthoff; † 2011) und Renate (Schubries) die Hälfte des Unternehmens, das in der "Funke-Familien-Gesellschaft" gebündelt und von WAZ-Geschäftsführer Günther Grotkamp verwaltet wurde. Die andere Hälfte gehörte dem Sozialdemokraten Erich Brost. Brost und Funke hatten die 1948 gegründete WAZ zur führenden Zeitung im rheinisch-westfälischen Industriegebiet gemacht. Ihren Erfolg setzten Günther Grotkamp und der 1978 von der Brost-Familie eingesetzte Geschäftsführer Erich Schumann mit einer aggressiven Expansionspolitik fort. Dabei wurden Vertrieb, Druck, Anzeigengeschäft und Verwaltung der aufgekauften Blätter (Westfalenpost, Westfälische Rundschau, Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung) mit der WAZ koordiniert, die Redaktionen blieben jedoch eigenständig ("WAZ-Modell"). In den 80er und 90er Jahren avancierte die WAZ-Gruppe zum drittgrößten deutschen Medienkonzern hinter Bertelsmann und Springer. 1985 adoptierte Brost ...
