
| Geburtstag: | 2. September 1940 Paris |
| Klassifikation: | Journalist, Publizist, Autor, Essayist, Schriftsteller |
| Nation: | Frankreich |
Internationales Biographisches Archiv 29/2005 vom
Ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 02/2011
Jules Régis Debray wurde am 2. Sept. 1940 in Paris als Sohn des Anwalts George Debray in eine großbürgerlich-katholische Familie hineingeboren und verkehrte früh in "politisch tonangebenden Kreisen" (NZZ, 9.9.1996). Der Einfluss seiner Mutter, Janine Alexandre-Debray, Angehörige der Résistance, später gaullistische Senatorin und Stadtverordnete von Paris, schwand, nachdem sie für ein "französisches Algerien" eingetreten war. D. selbst empfand den Algerien-Krieg (1958-1962) als Trauma und Anlass für eine Hinwendung zum Kommunismus.
D. absolvierte als Jahrgangsbester die angesehene Eliteschule École normale supérieur (ENS) in Paris. Durch die Philosophie entdeckte er den "Übermenschen" Nietzsches sowie die existentialistischen Novellen von Camus, Jean-Paul Sartre und insbesondere André Malraux. Bereits als Siebzehnjähriger war er Mitglied der französischen Jungkommunisten, diese schlossen ihn allerdings 1965 wieder aus, weil sie ihn als Polizeispitzel verdächtigten.
1961 fiel D. durch sein hervorragendes philosophisches Examen an der Sorbonne auf. Anschließend gelangte er über New York und Miami nach Kuba, wo er im Rahmen eines landwirtschaftlichen Bildungsprogramms lehrte. Dort traf ...
