Béla Tarr

ungarischer Filmregisseur; einer der profiliertesten Filmemacher des europäischen Kunstkinos; Filme u. a.: "Satanstango", "Die Werckmeisterschen Harmonien", "Der Mann aus London", "Das Turiner Pferd"

* 21. Juli 1955 Pécs

† 6. Januar 2026 Budapest

Herkunft

Béla Tarr wurde 1955 im ungarischen Pécs geboren und wuchs in Budapest auf. Seine Eltern waren beide beim Theater beschäftigt, der Vater als Bühnenbildner, die Mutter als Souffleuse.

Ausbildung

Nach dem Wunsch der Eltern hätte T. Schauspieler werden sollen, als Zehnjähriger stand er für eine TV-Produktion vor der Kamera. Im Anschluss an das Abitur arbeitete er zunächst zwei Jahre als Hilfsarbeiter auf einer Schiffswerft und als Portier in einem Kulturhaus. Eigentlich wollte T. Philosophie studieren, doch habe ihm die ungarische Regierung zu realsozialistischen Zeiten das Studium verweigert. Erste kleine Regiearbeiten als Amateurfilmer gestaltete er in den frühen 1970er Jahren. Ein Studium an der Hochschule für Film und Theater in Budapest absolvierte er ab 1977.

Wirken

Erste größere Filmarbeiten

Erste größere FilmarbeitenMit Unterstützung des Balász-Béla-Studios, einer Einrichtung zur Förderung junger Filmemacher, konnte T. eine Realisierung seines Films "Családi tüzfészek" (1979) erreichen. Der damals 24-jährige Regisseur zeigte sich vom Sozialistischen Realismus beeinflusst und befasste sich auch in seinen ...