Abdulrazak Gurnah

britischer Schriftsteller, geboren auf Sansibar; Nobelpreis (Literatur) 2021; Werke u. a.: "Das verlorene Paradies", "Donnernde Stille", "Ferne Gestade", "Afterlives"

* 1948 Sansibar (Tansania)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 52/2021

vom 28. Dezember 2021 (fa), ergänzt um Meldungen bis KW 17/2024

Herkunft

Abdulrazak Gurnah wurde 1948 auf der Insel Sansibar (damals britisches Protektorat) in einer arabischstämmigen, muslimischen Familie geboren. Er ist der Sohn eines jemenitisch-kenianischen Elternpaares (vgl. Le Monde diplomatique, 16.5.1997)

Im Dez. 1963 erlangte das Sultanat Sansibar seine Unabhängigkeit, bereits Anfang 1964 kam es zu einer Revolution gegen die bisherige arabische Elite und zur Errichtung der Volksrepublik Sansibar, die sich im April 1964 mit der Republik Tanganyika zur Vereinigten Republik Tansania zusammenschloss. Auf Sansibar begann nach dem Sturz des Sultanats eine Verfolgung und Benachteiligung der arabischstämmigen Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund floh G. - manchen Quellen zufolge zusammen mit einem älteren Bruder - aus seiner Heimat und übersiedelte nach Großbritannien, um dort zu studieren. Er besitzt die britische Staatsbürgerschaft.

Ausbildung

In Großbritannien studierte G. zunächst am Christchurch College in Canterbury (B.Ed. 1976). 1982 erwarb er an der University of Kent in Canterbury seinen Ph.D.

Wirken

Akademische Laufbahn

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