Adolf Grimme

deutscher Pädagoge, Politiker und Rundfunkdirektor; SPD; preußischer Kultusminister 1930-1932; in Haft 1942-1945; Volksbildungsminister des Landes Hannover (später Niedersachsen) 1946-1948; Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks 1948-1956; nach ihm sind das Grimme-Institut und der Adolf-Grimme-Preis benannt

* 31. Dezember 1889 Goslar

† 27. August 1963 Degerndorf/Inn

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 46/2012

vom 13. November 2012 (se)

Herkunft

Adolf Grimme, ev., wurde 1889 in Goslar als Sohn eines Reichsbahnbeamten geboren.

Ausbildung

G. besuchte Gymnasien in Sangerhausen und Hildesheim und studierte 1908-1914 Philologie an den Universitäten Halle, München und Göttingen, u. a. bei Edmund Husserl. Als Student engagierte sich G. in der Freistudentenbewegung.

Wirken

Vom Studienrat zum Kultusminister

Vom Studienrat zum KultusministerNach dem Staatsexamen (1914) stand er bis 1927 im preußischen Schuldienst und zwar bis 1925 als Studien- bzw. Oberstudienrat in Hannover und bis 1928 als Oberschulrat in Magdeburg. 1928 wurde er Ministerialrat im Preußischen Kultusministerium, an dessen Spitze damals mit dem Liberalen Carl Heinrich Becker eine herausragende politische Persönlichkeit der Weimarer Republik stand, und 1929 zum Vizepräsidenten des Provinzialschulkollegiums der Provinz Brandenburg berufen. Als Becker aus koalitionspolitischen Erwägungen sein Amt aufgab, wurde G. am 30. Jan. 1930 sein Nachfolger als preußischer Kultusminister.

Schulreformer und Sozialdemokrat

Schulreformer und SozialdemokratG. trat frühzeitig als entschiedener Schulreformer ...