Adolf von Hatzfeld

Schriftsteller

* 3. September 1892 Olpe

† 25. Juli 1957 Bonn

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 40/1957

vom 23. September 1957

Wirken

Adolf von Hatzfeld wurde am 3. Sept. 1892 in Olpe in Westfalen als Sohn eines Senatspräsidenten geboren. Er besuchte das Gymnasium in Qüsseldorf und Emmerich.

Aus der Kriegsschule, in die er als Fahnenjunker eingetreten war, schied er 1913 infolge einer schweren Augenverletzung aus. Er studierte in Münster, Freiburg i.Br., Marburg und München. Im Jahre 1919 promovierte er mit einer Arbeit über Arnims "Kronenwächter" zum Dr. phil. Nach vielen Reisen nach Frankreich, Italien, Spanien, Afrika, China, Persien und Rußland lebte er seit 1925 in Bad Godesberg.

Der äußerliche Anlaß zum Durchbruch seiner schriftstellerischen Begabung wurde seine Erblindung. v.H. schrieb nach einem Gedichtband im Jahre 1916 als erstes Buch die Bekenntniserzählung "Franziskus" (1918), eine Anklage gegen die von ihm unerträglich empfundene Enge der Blindheit. Es folgte der Roman "Die Lemminge" (1923), ein von dunkler Todesdämonie erfülltes Werk. Der an Lyrismus reiche Erzählerstil H.s kam besonders schon in der Erzählung "Positano" zum Ausdruck, die er "das Bekenntnis einer Reise" nennt und die ein ihn tief beglückendes Italienerlebnis zum Inhalt hat.

An Lyrik ...