Alexandre Hay

Schweizer Jurist und Bankier; Präsident des Internat. Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) 1975-1986; Vizepräsident und Generaldirektor des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank 1966-1976; Präsident der Schweizerischen Friedensstiftung in Bern

* 29. Oktober 1919 Bern

† 23. August 1991 Genf

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 41/1991

vom 30. September 1991 (lm)

Herkunft

Alexandre Hay war der Sohn eines Dirigenten.

Ausbildung

In Genf besuchte er das Collège de Genève, studierte dort Rechtswissenschaften und schloß das Studium mit den entsprechenden Examina ab.

Wirken

Von 1942 bis 1945 arbeitete er als Rechtsanwalt in Genf. Danach wechselte er in den diplomatischen Dienst und war zunächst 1945-48 beim Eidgenössischen Politischen Departement in Bern tätig. Von 1948 bis 1953 arbeitete er als Legationssekretär bei der schweizerischen Gesandtschaft in Paris.

1953 trat H. als Abteilungsleiter in die Züricher Filiale der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ein, war 1955-66 Direktor und Assistent des Leiters der zweiten Abteilung der Bank in Bern und stieg dort zum Vizepräsidenten und Generaldirektor des Direktoriums auf. In diesem Amt wurde er zu einer national wie international geschätzten Persönlichkeit.

Im Aug. 1975 erhielt H. als Präsident des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) eine neue herausragende Aufgabe. Er trat dieses Amt am 1. Juli 1976 als Nachfolger von Eric Martin an. ...