Alfred Gruenther

amerikanischer General; 1950 Chef der Planungsabteilung des Pentagons in Washington; NATO-Oberbefehlshaber 1953-1956; Präsident des amerikanischen Roten Kreuzes 1957-1964

* 3. März 1899 Platte Center/NE

† 30. Mai 1983 Washington/DC

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 31/1983

vom 25. Juli 1983

Wirken

Alfred Gruenther stammte aus Nebraska und war der Sohn eines kleinen Zeitungsverlegers. Sein erstes Geld verdiente er sich als Zeitungsjunge. Später entschied er sich für die Laufbahn des aktiven Offiziers in der US-Armee. 1918 wurde er Unterleutnant bei der Artillerie. Nach Absolvierung der US-Militärakademie wurde er zur Generalstabsausbildung kommandiert. G. erwies sich sehr bald als überragend befähigter Generalstäbler, was ihm im Kameradenkreis den Spitznamen "brain" (Gehirn) eintrug.

Im Wechsel zwischen Truppenkommandos, Stabsstellungen und Lehrtätigkeit an der Artillerieschule von Fort Knox und in West Point (Mathematik) diente sich G. zwischen den Kriegen bis zum Generalmajor empor und war 1939 stellv. Stabschef der 3. Armee unter Eisenhower. Jahrelang blieb G., bald als Chef des Stabes, an Eisenhowers Seite, siedelte mit ihm nach England über und entwarf Pläne für die alliierte Landung in Nordafrika und später in Italien.

Von 1943-44 war er vorübergehend Stabschef General Mark Clarks (5. US-Armee) in Italien, dann wieder bis zum Kriegsende in Europa erster Mitarbeiter Eisenhowers, mit dem ...