Ali Akbar Rafsanjani

iranischer Geistlicher (Ajatollah), Unternehmer und Politiker; Staatspräsident 1989-1997; Vorsitzender des mächtigen Expertenrats 2007-2011 (Mitglied ab 1999; Mtgl. des Schlichtungsrats ab 1997 (Vors. ab 2002); nach dem Sturz von Schah Reza Pahlawi Mtgl. des Revolutionsrates 1979/1980; Innenminister 1979/1980; MdP 1980-2000 (Präs. 1980-1989); Oberbefehlshaber 1988/1989: stellv. Vorsitzender des Verfassungsrevisionsrat von 1989; erfolglose Präsidentschaftskandidatur 2005; Mitbegr. der Islamisch-Republikanischen Partei (IRP) 1979; galt als moderater konservativer Pragmatiker; avancierte ab 2005 zum Gegenspieler von Revolutionsführer Khamenei

* 25. August 1934 Bahreman bei Rafsanjan

† 8. Januar 2017 Teheran

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 21/2017

vom 23. Mai 2017 (la)

Herkunft

Ali Akbar Hashemi Rafsanjani (auch: Rafsandschani) wurde 1934 in Bahreman bei der mitteliranischen Stadt Rafsanjan (Provinz Kerman) als eines von zehn Kindern einer im Pistazien-Handel wohlhabend gewordenen Familie geboren. Sein Vater Mirza Ali war für seine Frömmigkeit bekannt. Einer von R.s Brüdern (Mahmud) wurde später Gouverneur der Stadt Ghom (Qom).

Ausbildung

Die erste Schulbildung erhielt R. an seinem Geburtsort. Ende der 1940er Jahre entschied er sich als Einziger der Brüder für eine theologische Ausbildung und ging im Alter von 15 Jahren in die heilige Stadt Ghom, wo er die nächsten 16 Jahre verbrachte. Dort engagierte er sich auch politisch und gehörte zu den Bewunderern des Ministerpräsidenten Mohammed ...