Alja Rachmanowa

russische Schriftstellerin; emigrierte 1945 in die Schweiz; Werke u. a.: "Geheimnisse um Tataren und Götzen", "Milchfrau in Ottakring", "Die Fabrik des Neuen Menschen", "Im Schatten des Zarenhofes"

* 27. Juni 1898 im Ural

† 11. Februar 1991 Ettenhausen/Kt. Thurgau (Schweiz)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 33/1993

vom 9. August 1993 (lö), ergänzt um Meldungen bis KW 02/2016

Herkunft

Alja Rachmanowa (eigtl. Aleksandra Galina von Hoyer) war als Tochter eines Arztes im Ural zur Welt gekommen und in gutbürgerlichen Verhältnissen groß geworden, bis die Oktoberrevolution 1917 die mittellos gewordenen Eltern zur Flucht nach Sibirien zwang.

Ausbildung

A. R. hatte gerade zu studieren begonnen (Literatur, Geschichte, Psychologie), als 1917 die Revolution in Rußland ausbrach. In Omsk lernte sie den österreichischen Kriegsgefangenen Dr. Arnulf von Hoyer kennen, der 1921 ihr Mann wurde.

Wirken

1925 nach Österreich ausgewiesen, kam die Familie nach Wien-Ottakring, wo Not und Arbeitslosigkeit das weitere Leben bestimmten. Um die Familie mit Sohn Jurka Alexander durchzubringen, verdiente A. R. den Lebensunterhalt u. a. mit einem Milchladen in Ottakring (1926/27). Die Übersiedlung nach Salzburg brachte schließlich bessere Tage. Dr. Hoyer wurde am Lehrerseminar für sprachliche und pädagogische Fächer angestellt, A. R. erhielt eine Stelle als Dozentin ...