Angelo Kardinal Dell'Acqua

italienischer Geistlicher; Vikar von Rom

* 9. Dezember 1903 Sesto Calende

† 27. August 1972 Lourdes

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 41/1972

vom 2. Oktober 1972

Wirken

Angelo Dell'Acqua wurde am 9. Dez. 1903 in Sesto Calende, einem Industrievorort von Mailand als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren. Er wurde am 9. Mai 1926 zum Priester geweiht und war zunächst Sekretär des Erzbischofs von Mailand, Kardinal Tosi. Von 1929 bis 1931 brachte er an der Gregoriana in Rom seine Studien des Kanonischen Rechts zum Abschluß und trat in den diplomatischen Dienst des Vatikans. Als Sekretär der Apostolischen Delegatur in Istanbul arbeitete er zuletzt unter Giuseppe Angelo Rongalli, dem späteren Papst Johannes XXIII. 1934 übernahm er in Rom das Amt des Rektors des Päpstlichen rumänischen Seminars, 1938 trat er ins Staatssekretariat ein, wo er 1950 zum Hilfs-Untersekretär für außerordentliche Angelegenheiten und am 18. Febr. 1953 zum Substituten für ordentliche Angelegenheiten ernannt wurde.

Nachdem Giovanni Battista Montini als Erzbischof von Mailand aus dem Staatssekretariat ausgeschieden war, trat Dell'Acqua überraschend dessen Erbe an und wurde zur "rechten Hand" Pius XII. Auch unter dessen Nachfolger, Johannes XXIII., der ihn 1958 zum Titularerzbischof von Calcedonia ernannte, leitete er die Sektion für ordentliche Angelegenheiten. Diese Sektion funktioniert als ...