Anita Gradin

schwedische Politikerin; Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SAP); EU-Kommissarin 1995-1999; Ministerin für Arbeit mit bes. Verantwortung für Einwanderer- und Gleichstellungsangelegenheiten 1982-1986, Ministerin im Ministerium des Auswärtigen mit besonderer Verantwortung für Außenhandelsangelegenheiten 1986-1991; Botschafterin in Österreich und Slowenien 1992-1994

* 12. August 1933 Hörnefors

† 23. Mai 2022

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 09/2000

vom 21. Februar 2000 (ah), ergänzt um Meldungen bis KW 21/2022

Herkunft

Anita Gradin wurde 1933 in Hörnefors in der schwedischen Provinz Västerbotten geboren.

Ausbildung

Nach der mittleren Reife 1950 war G. zunächst berufstätig. Später studierte G. am Sozialpädagogischen Institut in Stockholm und legte dort 1960 das Examen als Diplom-Sozialwirtin ab.

Wirken

Schon nach der mittleren Reife war G. bei der Tageszeitung "Västerbottens Folkblad" als Journalistin eingestellt worden. 1952 wechselte sie zur schwedischen Waldarbeiter- und Flößergewerkschaft, 1956 zur Tageszeitung "Arbetarbladet" in Gävle. Nach ihrem Studium 1960 arbeitete sie in der Redaktion der "TCO-Tidningen", Organ der Zentralgewerkschaft der Angestellten und Beamten.

1963 beendete G. ihre Journalistentätigkeit. Sie erhielt eine Anstellung beim Planungsausschuss für Sozialhilfe der Stadt Stockholm (bis 1967) und war außerdem Sekretärin der Kommission für Frauenfragen des Stockholmer Magistrats. 1967-1968 arbeitete sie im Rang einer Regierungsdirektorin in der Kanzlei des Ministerpräsidenten und war darüber hinaus Persönliche ...