Annemarie Griesinger

deutsche Politikerin (Baden-Württemberg); CDU; Ministerin für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung 1972-1980 (als erste Frau im Kabinett des Landes Baden-Württemberg); Ministerin für Bundesangelegenheiten 1980-1984; Europa-Beauftragte der Landesregierung 1980-1984; MdB 1964-1972; MdL 1976-1984

* 21. April 1924 Markgröningen/Württ.

† 20. Februar 2012 Bad Urach

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 08/1999

vom 15. Februar 1999 (st), ergänzt um Meldungen bis KW 08/2012

Herkunft

Annemarie (eigtl. Anna Maria) Griesinger, geb. Roemer, ev., wurde am 21. April 1924 in Markgröningen in Württemberg als Schwester von fünf älteren Brüdern geboren. Der Vater, Prof. Dr. Hermann Roemer, ev. Pfarrer in Bietigheim und später Studienprofessor am Lehrerinnenseminar Markgröningen, hatte eine Zeitlang der Basler Mission angehört, war Tübinger "Stiftler" und schließlich Repetent am "Stift". Nach dem Krieg beteiligte sich der Vater an der Gründung der CDU im Kreis Ludwigsburg und in Markgröningen.

Ausbildung

Nach dem Abitur, das G. 1942 an der Aufbauschule in Markgröningen ablegte, leistete sie Arbeits- und Kriegshilfsdienst in Teningen und Emmendingen, außerdem besuchte sie eine Haushaltungsschule. Gegen Kriegsende arbeitete sie als DRK-Schwesternhelferin in verschiedenen Lazaretten. Später verbrachte sie zwei Jahre in der Schweiz. In dieser Zeit besuchte sie an der Universität Basel Vorlesungen von Karl Barth und Karl Jaspers. Nach ihrer Rückkehr absolvierte ...