Antje Boetius

deutsche Meeresbiologin; Tiefseeforscherin; Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts am Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AW) in Bremerhaven ab Nov. 2017

* 5. März 1967 Frankfurt/Main

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 08/2019

vom 19. Februar 2019 (se), ergänzt um Meldungen bis KW 01/2024

Herkunft

Antje Boetius wurde am 5. März 1967 in Frankfurt/Main als Tochter des Schriftstellers Henning Boetius und der Oberstudienrätin Anne Boetius geboren. Nach der Trennung ihrer Eltern wuchs sie bei ihrer Mutter in Darmstadt auf. Ihr Großvater Eduard Boetius war einer der überlebenden Mitglieder der Mannschaft beim Absturz des Zeppelins LZ 129 Hindenburg am 6. Mai 1947. Ihre Geschwister sind Jan Matthias Boetius und Meike Boetius.

Ausbildung

Schon als Kind entdeckte B. ihre Liebe zum Meer, las Bücher wie "Moby Dick", "Die Schatzinsel" und die Romane von Jules Verne (vgl. FAS, 16.12.2018).

Nach dem Schulbesuch in Darmstadt studierte sie 1986-1992 Biologie (Abschluss: Diplom) an der Universität Hamburg sowie 1989-1991 an der Scripps Institution of Oceanography in Kalifornien Biologische Ozeanographie. Für ihre Diplomarbeit über Tiefseebakterien verbrachte sie drei Monate auf Forschungsschiffen im Pazifik und Atlantik. Ihre Dissertation, für die sie 1993-1996 am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, arbeitete und die sie 1996 ...