Arnold Vaatz

deutscher Politiker (Sachsen) und fr. DDR-Bürgerrechtler; Staatsminister und Landesvorstand der sächsischen CDU 1990-1998; 1996-2000 und 2002-2018 Mitglied des CDU-Bundesvorstandes; stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion ab 2002; MdB 1998-2021

* 9. August 1955 Weida/Thüringen

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 15/2022

vom 12. April 2022 (la)

Herkunft

Arnold Eugen Hugo Vaatz, ev., wurde am 9. Aug. 1955 als Sohn eines Landwirts in Weida/Thüringen geboren und wuchs im nahen Steinsdorf auf.

Ausbildung

Nach dem Abitur, das V. 1974 an der Polytechnischen Oberschule in Greiz ablegte, und einem 18-monatigen Grundwehrdienst in der Nationalen Volksarmee (NVA; Standort Erfurt) studierte er Mathematik an der Technischen Universität Dresden mit Abschluss als Diplom-Mathematiker (1981). Ab Anfang der 1970er Jahre hatte sich V. auch in der kirchlichen Jugendarbeit engagiert. Ein theologisches Fernstudium schloss er mit dem "Befähigungsnachweis zur freien Wortverkündung" ab.

Wirken

Seine Berufslaufbahn begann V. 1981 beim Dresdner VEB Komplette Chemieanlagen, wo er zuletzt (bis 1990) als Gruppenleiter im Computertechnik-Bereich tätig war.

DDR-Bürgerrechtler

DDR-BürgerrechtlerWährend dieser Zeit machte er als aktiver Dissident auf sich aufmerksam: 1982, als die Solidarność in Polen zerschlagen wurde, verweigerte er eine NVA-Reserveübung, was ihm mehrmonatige Zwangsarbeit im Stahlwerk Unterwellenborn einbrachte. Während des Umbruchs in der DDR im Herbst 1989 ...