Artturi I. Virtanen

finnischer Biochemiker; Nobelpreis 1945 für Chemie für seine Forschungen auf dem Gebiet der Agrikulturchemie (Untersuchungen über Bodenbakterien, Säuregehalt der Böden und Konservierung von Futtermitteln und Futterpflanzen)

* 15. Januar 1895 Helsinki

† 11. November 1973 Helsinki

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 03/1974

vom 7. Januar 1974

Wirken

Artturi Ilmari Virtanen wurde am 15. Jan. 1895 in Helsinki geboren. Er studierte an den Universitäten Helsinki, Zürich, Münster und Stockholm.

V. begann seine Laufbahn 1916-17 als erster Assistent am finnischen Industrie-Zentrallaboratorium. 1919 war er chemischer Assistent bei der staatlichen Kontrollbehörde für Butter und Käse. 1919-20 arbeitete er als Chemiker in den Laboratorien der Valio Konsumgenossenschaft für Molkereierzeugnisse, deren Direktor er seit 1921 war. Von 1924-39 war er Dozent für Chemie an der Universität Helsinki, an der er dann von 1939-48 einen Lehrstuhl für Biochemie innehatte. Von 1931-39 war er Professor für Biochemie auch an der Technischen Hochschule von Helsinki.

V. leitete seit 1931 das Biochemische Institut in Helsinki. Er wurde bekannt durch seine Forschungen auf dem Gebiet der Agrikulturchemie, vor allem durch Untersuchungen über Bodenbakterien, Säuregehalt der Böden und Konservierung von Futtermitteln und Futterpflanzen, für die er neue Methoden (AIV-Methode) entwickelte. 1945 erhielt er u.a. auch für diese Arbeiten den Nobelpreis für Chemie.

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