Bernadette Devlin

Bürgerrechtskämpferin

* 23. April 1947 Cookstown

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 31/1975

vom 21. Juli 1975 , ergänzt um Meldungen bis KW 08/1997

Wirken

Bernadette Josephine Devlin wurde am 23. April 1947 in Cookstown, Grafschaft Tyrone, Nordirland als Tochter eines Zimmermanns geboren und wuchs mit fünf Geschwistern auf. Die Eltern waren arm und fromm katholisch. Statt Märchen las der Vater den Kindern die irische Geschichte vor, trug am Tag des Osteraufstands eine Lilie im Knopfloch und haßte England, obwohl er dort arbeiten mußte, da er in Nordirland aus politischen Gründen als unzuverlässiger Bürger galt und keine Arbeit bekam. Er starb, als D. neun Jahre alt war. Die Mutter mußte die Kinder mit einer dürftigen Witwenpension aufziehen. B.D., deren Äußerungen über den Katholizismus gelegentlich bitter sind und die in der Kirche ein "massives Hindernis auf dem Weg zu Gleichheit und Freiheit" sieht, schreibt in ihrer Autobiographie "The Price of my Soul" (deutscher Titel "Irland: Religionskrieg oder Klassenkampf") 1969: "Es ist das christliche Element des Glaubens meiner Eltern, das mich in der katholischen Kirche festhält". Da die Mutter "krankhaft weltfremd" wurde, nahmen die Kinder das Regiment in die Hand. ...