Bernhard Quandt

deutscher Politiker; SED; PDS

* 14. April 1903 Rostock

† 2. August 1999 Schwerin

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 48/1999

vom 22. November 1999 (st)

Herkunft

Bernhard Quandt war der Sohn eines Arbeiters.

Ausbildung

Nach dem Besuch der Volksschule in Wismar und Gielow, Kreis Malchin, absolvierte er von 1917 bis 1920 eine Lehre als Eisendreher.

Wirken

Q. begann seine Berufslaufbahn als Eisendreher in Waren/Müritz und Hamburg, engagierte sich daneben aber zunehmend gewerkschaftlich und politisch. Bereits 1920 hatte er sich dem Metallarbeiterverband und der Sozialistischen Arbeiterjugend SAJ angeschlossen, außerdem wurde er Mitglied der SPD. 1920 und 1923 nahm er an revolutionären Aktionen teil, 1923 fand er in der KPD seine eigentliche politische Heimat. Erste kommunalpolitische Aufgaben übernahm er, als er 1927 Mitglied der Gemeindevertretung Gielow und der Amtsversammlung Malchin wurde. Von 1932 bis 1933 saß er als Abgeordneter der KPD im Landtag von Mecklenburg.

Unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurde Q. 1933 wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe und einer erneuten Verhaftung wurde er von 1937 bis 1939 bei verschiedenen Firmen als "Notstandsarbeiter" eingesetzt. Von Sept. 1939 bis Frühjahr 1945 war er in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau inhaftiert. Im April 1945 wurde er ...