Bernhard Ramcke

fr. Fallschirmjäger; General

* 24. Januar 1889 Schleswig

† 4. Juli 1968 Kappeln

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 31/1968

vom 22. Juli 1968

Wirken

Hermann Bernhard Ramcke wurde am 24. Jan. 1889 in Schleswig-geboren und stammt aus einer alteingesessenen Bauernfamilie. Da er seinen Wunsch, ebenfalls Bauer zu werden, aufgeben mußte, trat er 1905 als Schiffsjunge bei der Kaiserlichen Marine ein. Im 1. Weltkrieg tat er 1915 als Feldwebel und Offiziersstellv. in einem Matrosenregiment Dienst an der Flandernfront und wurde dort wegen Tapferkeit vor dem Feind zum Offizier befördert, auch wurde ihm die höchst seltene - nur für Unteroffiziere bestimmte hohe Auszeichnung des Preussischen Militär-Verdienst-Kreuzes in Gold und das Goldene Verwundetenabzeichen (für 5malige Verwundung) verliehen. Nach Kriegsende wurde er in die Reichswehr und später auch in die neue Wehrmacht übernommen.

Im 2. Weltkriege kämpfte das von R. geführte Regiment im Polenfeldzug im Verbande des Panzerkorps von Kleist. Da er im Westfeldzug keine Verwendung gefunden hatte, meldete sich der 51jährige Oberst zu den Fallschirmjägern, nahm an dem Absprung über Kreta teil und löste im Brennpunkt der Kämpfe auf der Insel den schwerverwundeten Generalmajor Meindl als Befehlshaber ab. Zum Generalmajor befördert, kam er 1941 zum Afrika-Korps. Danach nahm er als Kommandeur einer Fallschirmjäger-Div. am Kriege in ...