Bo Yibo

chinesischer Wirtschaftsexperte und Politiker; ZK-Mitglied 1945-1965, Chef der Plankommission, Politbüro-Kandidat und Vizepremier 1956-1965; während der Kulturrevolution ab 1966 inhaftiert; 1979 rehabilitiert und bis 1982 erneut stellv. Premier und ZK-Mitglied

* 17. Februar 1908 Tinghsiang

† 15. Januar 2007 Peking

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 24/2007

vom 16. Juni 2007 (la)

Herkunft

Bo Yibo wurde 1908 in Dingxiang (Tinghsiang) in der nordwestlichen Provinz Shanxi (Shansi) geboren. Sein Vater musste die arme Familie als Papiermacher in einer primitiven Werkstatt durchbringen.

Ausbildung

B. besuchte die Grundschule in Taiyüan und eine höhere Schule in Beijing (Peking). Er studierte an verschiedenen Universitäten, ohne ein Examen abzulegen. Noch als Student in Peking trat er 1925, vier Jahre nach deren Gründung, der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) bei und betätigte sich aktiv in verschiedenen linksgerichteten Studentenorganisationen. Auf Grund dieser Agitationstätigkeit wurde er 1932 nach einem von ihm inszenierten Aufstand verhaftet und verbüßte eine dreijährige Freiheitsstrafe.

Wirken

Zu Beginn des chinesisch-japanischen Krieges ging B. in seine Heimatprovinz Shansi, wo er zusammen mit Liang Hua-cheng die nationalistisch, aber auch pro-kommunistische "Liga für die Aufopferung zur Errettung des Vaterlandes" gründete. Sie zählte dank B.s Initiative schließlich über 100.000 Mitglieder allein in Shansi und organisierte zahlreiche Selbstmord-Kommandos gegen die Japaner. Nach der Besetzung ...