Carl Hans Graf von Hardenberg

deutscher Offizier; Widerstandskämpfer; Kontakte zu Goerdeler, Canaris, von der Schulenburg, von Schlabrendorff; wurde nach dem 20. Juli 1944 verhaftet und im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert, 1945 befreit; langjähr. Generalbevollmächtigter der Vermögensverwaltung des Hauses Preußen

* 22. Oktober 1891 Glogau/Schlesien

† 24. Oktober 1958 Frankfurt am Main

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 37/1996

vom 2. September 1996 (lm)

Herkunft

Carl Hans Graf von Hardenberg war der Sohn des preußischen Offiziers Wilhelm Graf von Hardenberg und der Helene Freiin von Hardenberg. Er stammte aus dem eigentlich am 3.6.1814 gefürsteten Haus Hardenberg (Linie Neu-Hardenberg). Den Fürstentitel erhielt und führte der preußische Reformer und Staatskanzler Carl August Frhr. von Hardenberg (1750-1822) nach dem Sieg über Napoleon I. Die Nachkommen führten jedoch weiterhin nur den damals ebenfalls verliehenen Grafentitel. Als Dank für seine Verdienste erhielt der Fürst von König Friedrich Wilhelm III. auch Schloß, Dorf und Gut Quilitz, das danach in Neuhardenberg umbenannt wurde.

Ausbildung

Nach Schulbesuch entschied sich H. wie sein Vater für die Laufbahn des aktiven Offiziers und erhielt die entsprechende militärische Ausbildung.

Wirken

H. tat u. a. Dienst im preußischen 1. Garderegiment zu Fuß. Später, als er von seinem Onkel Kuno die Standesherrschaft Neu-Hardenberg (7.432 ha) im Kreis Seelow (Brandenburg) erbte, schied er ...