Claude Bourdet

Journalist

* 28. Oktober 1909 Paris

† 20. März 1996 Paris

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 22/1956

vom 21. Mai 1956

Wirken

Claude Bourdet wurde am 28. Okt. 1909 als Sohn des Dramatikers Edouard B. und der Schriftstellerin Cathérine Pozzi in Paris geboren. Er besuchte das Collège de Normandie in Clères und von 1926-1928 das Lycée Hoche in Versailles. Anschliessend studierte B. an der Eidgenössischen TH (ETH) in Zürich und erwarb dort das Ingenieurdiplom.

Nach seiner Rückkehr nach Frankreich widmete er sich wirtschaftlichen und technischen Aufgaben und gehörte von 1936-1939 dem Kabinett des Wirtschaftsministers an. Gleichzeitig war B. auch journalistisch als Mitarbeiter von "Marianne", "L'Illustration" und "Revue des Deux Mondes" tätig. Politisch betätigte er sich seit Gründung des Komitees "pour la paix civile et religieuse en Espagne" als dessen Sekretär unter der Präsidentschaft der Philosophen Maritain und Madariaga.

Mit Kriegsausbruch wurde B. als Infanterie-Offizier eingezogen und geriet in Gefangenschaft, aus der er aber 1941 entfliehen konnte. Er liess sich in Südfrankreich nieder. wo er bald eines der leitenden Mitglieder der Widerstandsgruppe "Combat" wurde. Im Jahre 1942 gründete er die "Noyautage des Administrations Publiques" (NAP), die sich zu einer Kernorganisation ...