Cosima von Bonin

deutsche Künstlerin; eine der wichtigsten Konzept-Künstlerinnen ihrer Generation; Installationen, Skulpturen, Filme und Performances; Ausstellungen u. a.: documenta 2007, "The Fatigue Empire", "Hippies use side door. Das Jahr 2014 hat ein Rad ab"

* 1962 Mombasa (Kenia)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 14/2015

vom 31. März 2015 (mf), ergänzt um Meldungen bis KW 09/2024

Herkunft

Cosima von Bonin wurde 1962 in Mombasa, Kenia geboren. Sie wuchs einige Jahre in Salzburg auf.

Wirken

B. ist Autodidaktin und gilt inzwischen als eine der wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation. Ihr Œuvre umfasst Installationen, Skulpturen, Filme und Performances. Ob riesige Stoff-Pilze, Fantasiefiguren und aus Disney-Filmen entnommene Charaktere, mit Filz, Leinen oder Samt überzogene Leinwände, B. spielt gerne mit Größenverhältnissen, Raumsituationen und Material, atmosphärisch verdichtet durch Hintergrundmusik. Dabei arbeitet sie häufig mit weichen und textilen Materialien. 2010 platzierte sie z. B. mit ihrer Installation "Tagedieb" eine übergroße Pinocchio-Figur, die müde auf einem überdimensionalen Schiedsrichterstuhl sitzt, mitten in der Wiener Innenstadt. Über die Aussagekraft ihrer Werke ist sich die Fachkritik uneins. Während die einen Konsumkritik aus den Beschriftungen und Titel ihrer Objekte herauslasen, sahen andere ein Spiel mit Geschlechterklischees oder wehrten sich - wie die Künstlerin selbst - gegen ...