Dan Quayle

amerikanischer Politiker und Jurist; Republikaner

* 4. Februar 1947 Indianapolis/IN

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 45/1993

vom 1. November 1993 (rl), ergänzt um Meldungen bis KW 23/2013

Herkunft

James Danforth (Dan) Quayle wurde am 4. Febr. 1947 in Indianapolis als ältestes Kind einer prominenten Verlegerfamilie geboren. Sein Großvater mütterlicherseits war Eugene Pulliam, Besitzer des "Indianapolis Star" und der "Arizona Republic". Vater James Qualye, einst Marineinfanterist, war wie Mutter Corinne seit 1963 Mitglied der fanatisch antikommunistischen John Birch Society.

Ausbildung

1969 machte der in den Erinnerungen seiner Lehrer mittelmäßige Schüler an der Depauw Universität, Greencastle, Examen (B.A. Polit. Wissenschaften). Die Indiana University Law School, an die er nur im Rahmen eines "Versuchsprogramms für Spätentwickler" gelangte (SZ, 7.10.1988), verließ Q. 1974 mit einem Abschluß in Rechtswissenschaften.

Wirken

Von 1965 bis 1969 als Gerichtsreporter für "Huntington Herald Press" - die Zeitung befindet sich im Besitz der Familie - tätig, wich Q. dem zu erwartenden Kriegsdienst in Vietnam - auf legale Weise - aus, indem er 1969-75 Ersatzdienst in der Nationalgarde des Bundesstaates Indiana leistete. Zu diesem seinerzeit hochbegehrten Ersatzdienst wurde er aufgrund des Einflusses seiner reichen Familie zugelassen. Während seines Dienstes in der Nationalgarde war Q. 1970/71 im ...