Daniil Granin

russischer Schriftsteller; ab 1954 hohe Funktionen im Schriftstellerverband der UdSSR; 1989 Mitgründer und erster Präs. des sowjet. PEN-Zentrums; Werke u. a.: "Bahnbrecher", "Das Blockadebuch", "Unser werter Roman Awdejewitsch", "Peter der Große", "Mein Leutnant"

* 1. Januar 1919 Wolyn/Geb. Kursk

† 4. Juli 2017 St. Petersburg

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 25/2015

vom 16. Juni 2015 (fl), ergänzt um Meldungen bis KW 27/2017

Herkunft

Daniil Alexandrowitsch Granin (eigtl. German) wurde 1919 als Sohn eines Försters und einer Schneiderin in Wolyn (Gebiet Kursk/Russland) geboren. Sein Vater wurde im Zuge der Stalin'schen Säuberungen nach Sibirien deportiert.

Ausbildung

G. lernte an der Schule Deutsch. Am Leningrader Polytechnikum schloss er 1940 sein Studium als Elektroingenieur ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) folgte eine Dissertation auf dem Gebiet der Elektrochemie.

Wirken

Mit kriegsbedingter Unterbrechung arbeitete G. 1940-1950 als Ingenieur, zuletzt als Abteilungsleiter eines Energielabors bei den Kirow-Werken in Leningrad (später wieder St. Petersburg). Als die deutsche Wehrmacht 1941 die Sowjetunion angriff und Leningrad einkesselte, meldete er sich als Freiwilliger für die Rote Armee und kämpfte als Infanterist und Kommandant einer Panzereinheit u. a. an der Leningrader Front. Dafür bekam er den Orden der Roten Fahne und ...