David J. Gross

amerikanischer Physiker; Nobelpreis 2004 für Physik zus. mit Frank Wilczek und David Politzer für die Entdeckung der asymptotischen Freiheit in der Theorie der Starken Wechselwirkung

* 19. Februar 1941 Washington D.C.

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 01/2016

vom 5. Januar 2016 (gi)

Herkunft

David Jonathan Gross wurde am 19. Febr. 1941 als ältester von vier Söhnen einer jüdischen Familie in Washington, D.C., geboren. Seine Großeltern väterlicherseits waren Einwanderer aus der ungarisch-slowakischen Region der damaligen k.-u.-k.-Monarchie, sein Vater Bertram Meyer Gross kam 1912 in Philadelphia zur Welt, absolvierte ein Anglistik-Studium an der University of Pennsylvania, war später Senatsmitarbeiter und Regierungsangestellter. Seine Mutter Nora (Faine) stammte aus der Ukraine, emigrierte aber nach Ende des 1. Weltkrieges mit ihrer Familie ebenfalls in die USA und studierte mit Hauptfach Chemie am Barnard College in New York. Als Einwanderersohn der zweiten Generation wuchs G. zusammen mit drei jüngeren Brüdern bereits in gesicherten Verhältnissen in Arlington nahe der Bundeshauptstadt auf. Als der Vater 1953 als Teil eines US-Beraterteams nach Israel ging, um beim Aufbau des noch jungen jüdischen Staates mitzuwirken, zog die Familie mit. Nach Ende der Beratermission 1955 übernahm der Vater eine Professur an der Hebräischen Universität in Jerusalem, wo er die School ...