Deng Xiaoping

chinesischer Politiker; 1954 Generalsekr. des ZK; Mitglied des Politbüros 1955-1969 und Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros 1956-1969; stellv. Ministerpräsident; wurde im Verlauf der Kulturrevolution aus seinen hohen Partei- und Staatsämtern entlassen, kehrte politisch rehabilitiert 1973 in das ZK, 1974 in das Politbüro, 1975 in den Ständigen Ausschuss des Politbüros zurück

* 22. August 1904 Guang'an/Prov. Sichuan

† 19. Februar 1997 Peking

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 22/1997

vom 19. Mai 1997 (st), ergänzt um Meldungen bis KW 14/2014

Herkunft

Deng Xiaoping (fr. Schreibweise Teng Hsiao-ping), von seinen Eltern auch Kan Zhekao (dt. "der den Gipfel erreicht") genannt, war der Sohn eines wohlhabenden Grundbesitzers. Der Vater war Oberbefehlshaber der Miliz der Region um das Heimatdorf Xiexing in der Provinz Sichuan, 1938 wurde er von Wegelagerern umgebracht. Einer der Vorfahren D.s, Deng Ximing, war von 1766 bis 1774 als Mandarin höchster Reichsbeamter des Mandschukaisers.

Ausbildung

D. besuchte eine von Jesuiten geleitete Schule. Als Sechzehnjähriger kam er zu einem Studienaufenthalt nach Frankreich und besuchte dort zeitweise die Universität Lyon. Als Werkstudent war er in der Zeit von 1921 bis 1923 als Arbeiter bei den Unternehmen Creusot, Schneider und dem Schuhfabrikanten Hutchinson SNC beschäftigt. 1922 trat er in Paris dem Chinesischen Sozialistischen ...