Dietrich Bonhoeffer

deutscher ev. Theologe; Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus; nahm trotz Rede- und Schreibverbot verschiedene Aufgaben in der Bekennenden Kirche wahr; Veröffentl. u. a. (z. T. posthum): "Akt und Sein", "Widerstand und Ergebung", "Von guten Mächten wunderbar geborgen"; wurde im KZ Flossenbürg erhängt

* 4. Februar 1906 Breslau

† 9. April 1945 KZ Flossenbürg (hingerichtet)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 20/2006

vom 20. Mai 2006 (se), ergänzt um Meldungen bis KW 14/2019

Herkunft

Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Febr. 1906 in Breslau (heute: Wroclaw/Polen) geboren. Er starb als NS-Widerstandskämpfer am 9. April 1945; aufgrund einer von Adolf Hitler am 5. April 1945 angeordneten Exekution wurde er im KZ Flossenbürg erhängt.

B. war das sechste von insgesamt acht Kindern des bekannten Professors für Psychiatrie und Neurologie Karl Bonhoeffer und dessen Ehefrau Paula (geb. von Hase). Seine Mutter stammte aus einer Familie ev. Theologen. B. wuchs mit seinen Geschwistern in großbürgerlichen Verhältnissen auf. Die Familie zog 1911 nach Berlin um, weil der Vater einen Ruf auf einen Psychiatrie-Lehrstuhl der Universität Berlin erhalten hatte. B.s älteste Schwester Christel (1895-1965) war mit Hans von Dohnanyi verheiratet, der die Anti-Hitler-Zelle im deutschen Geheimdienst organisierte und am 9. April 1945 von einem NS-Standgericht zum Tode ...