Edouard de Haller

Schweizer Diplomat

* 1897 Cologny

† 4. Juni 1982

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 25/1957

vom 10. Juni 1957

Wirken

Edouard de Haller wurde im Jahre 1897 in Cologny bei Genf geboren und entstammt der bekannten Berner Familie de Haller.

Er studierte Jura in Genf und Zürich und legte anschließend das juristische Staatsexamen ab; in den Jahren 1921-1923 war er sodann als Sekretär des Vorsitzenden des Hafen- und Schiffahrtsrates in Danzig tätig. Von Herbst 1923-1926 war er Generalsekretär der gemischten Kommission für den vom Völkerbund organisierten Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei und hielt sich in dieser Eigenschaft nacheinander in Athen, Konstantinopel und Ankara auf.

In den folgenden Jahren bis 1940 blieb er im Dienste des Völkerbundes, um dann zum internationalen Komitee des Roten Kreuzes überzutreten. Nach seiner Ernennung zum Delegierten des Bundesrates für internationale Hilfswerke betreute er seit Jan. 1942 ein dem Politischen Departement angegliedertes, entsprechendes Büro.

Im Jahre 1948 wurde er zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister der Schweiz in Norwegen ernannt. In gleicher Eigenschaft ging er 1951 nach Island. Im Aug. 1953 wurde er sodann als Schweizer Gesandter für Moskau akkreditiert. Nach mehrjährigem Wirken in der Sowjetunion ersetzte er im Mai 1957 Minister Secretan als Missionschef ...