Elisabeth Guigou

französische Politikerin; Justizministerin (1997-2000); PS

* 6. August 1946 Marrakesch (Marokko)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 45/2002

vom 28. Oktober 2002 (ne)

Herkunft

Elisabeth Alexandrine Marie Guigou wurde am 6. Aug. 1946 als Tochter des Gemüsebauern und späteren Konservenfabrik-Besitzers Georges Vallier und dessen Frau Jeanne Flecchia in Marrakesch/Marokko geboren und wuchs dort auf.

Ausbildung

Sie besuchte die Gymnasien "Victor Hugo" in Marrakesch und "Descartes" in Rabat. Anschließend studierte sie Literaturwissenschaft in Rabat (Licence in Geisteswissenschaften), bevor sie ihre akademische Ausbildung in Montpellier (Frankreich) fortsetzte, wo sie das Diplom für amerikanische Literatur und Wirtschaftswissenschaften erwarb. 1971-1974 besuchte sie die renommierte Verwaltungshochschule Ecole nationale d'administration (ENA).

Wirken

Die berufliche Karriere G.s, die 1971 der Parti Socialiste (PS) beigetreten war, begann 1974 als Oberregierungsrätin im französischen Finanzministerium, wo sie zunächst Leiterin des Referats "Geldumlauf" in der Abteilung "Finanzen" des Schatzamtes wurde. 1977-1978 arbeitete sie im Amt für Bankwesen (bureau des banques), danach bis 1979 im Amt für den Kapitalmarkt (bureau du marché financier). Daneben war G. 1975-1978 beigeordnete Berichterstatterin im Komitee zur Finanzierung des VII. Plans und 1976 Konferenzleiterin am Pariser Institut für politische Studien. Gesprächspartner und Kollegen hoben G.s entschlossenes Auftreten und ...