Emilio Greco

italienischer Bildhauer; zählt zu den bedeutendsten modernen Bildhauern seiner Zeit; Werke u. a.: "Große Badende Nr. 1", "Liegende", "Pinocchio"-Monument in Collodi, drei Bronzetüren für die Kathedrale von Orvieto, Denkmal für Papst Johannes XXIII.

* 11. Oktober 1913 Catania auf Sizilien

† 5. April 1995 Rom

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 38/1983

vom 12. September 1983

Wirken

Emilio Greco wurde am 11. Okt. 1913 in Catania auf Sizilien geboren. Er begann als Marmorarbeiter und war als Bildhauer zunächst Autodidakt, besuchte aber später noch die Accademia di Belle Arti in Palermo.

Er wird heute zu den bedeutendsten modernen Bildhauern gezählt und gehört der Gruppe um Marini, Manzu, Mascherini und Minguzzi an, die international in den Vordergrund rückte, obwohl oder vielleicht auch gerade weil ihre Kunst realistisch und eine Rückbesinnung auf die Klassik ist. G. hat vor allem auf das Vorbild der Skulptur des Hellenismus zurückgegriffen, auf ihr heiter Gelöstes, ihre hell bewußte Grazie. Charakteristisch für G. sind seine Vorliebe für den weiblichen Akt und für komplizierte Bewegungsimpulse seiner Figuren. Als Kunstpädagoge hat er u.a. an der Akademie der Schönen Künste in Carrara und an der Akademie Neapel gelehrt. Er wirkt heute als Professor seines Fachgebietes an der ...