Emilio Vedova

italienischer Maler; u. a. beteiligt an den Künstlergruppen "Nuova Secessione" und "Fronte Nuova"; einer der Hauptvertreter der ital. informellen Kunst

* 9. August 1919 Venedig

† 25. Oktober 2006 Venedig

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 36/2007

vom 8. September 2007 (gi)

Herkunft

Emilio Vedova stammte aus einer kinderreichen venezianischen Handwerkerfamilie - sein Vater war Anstreicher - und wuchs in einfachen Verhältnissen auf.

Ausbildung

V., der aus finanziellen Gründen bereits im elften Lebensjahr von der Schule abgehen musste, setzte sich den Verhältnissen zum Trotz schon früh mit den Kunstschätzen seiner Heimatstadt auseinander und zeichnete sie. 1937 und 1939 besuchte er Kurse in Bildender Kunst und Kunstgeschichte in Rom und an der Freien Schule von Silvio Pucci in Florenz.

Wirken

In den Jahren 1930 bis 1935, in denen V. sich als Fabrikarbeiter, danach als Gehilfe eines Fotografen und Restaurators, verdingte, entstanden die ersten Zeichnungen und Gemälde. Insbesondere beschäftigte er sich mit der sakralen Barockarchitektur Venedigs, die er in Skizzen festhielt. In den, so der Kunstkritiker Otmar Rychlik, "großartigen" Blättern des 17-Jährigen, vor allem durch Schwarz-Weiß-Kontraste bestimmte Tuschezeichnungen, falle bereits "die Herbheit seiner Auffassung, der analytische Blick auf, der die Untersuchungsobjekte stärker zersetzt als bindet" (KLGK, 2/1992).

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