Emma Bonino

italienische Politikerin und Linguistin; Partito Radicale; Außenministerin April 2013 - Febr. 2014; Senatorin und Vizepräsidentin der Parlamentskammer 2008-2013; EU-Kommissarin 1995-1999, Mitglied des Europaparlaments 1979-1989 und 1999-2006; Ministerin für Außenhandel und Europapolitik 2006-2008; Mitglied der Camera dei Deputati 1976-1994

* 9. März 1948 Bra/Provinz Cuneo

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 29/2014

vom 15. Juli 2014 (la), ergänzt um Meldungen bis KW 22/2019

Herkunft

Emma Bonino wurde am 9. März 1948 im piemontesischen Bra (Provinz Cuneo) südlich von Turin als Tochter eines Bauern geboren.

Ausbildung

B. studierte nach humanistischem Abitur ab 1967 an der Luigi-Bocconi-Universität in Mailand Linguistik und Moderne Literatur, 1972 schloss sie mit einer Diplomarbeit über den 1965 ermordeten schwarzen Bürgerrechtler Malcolm X ab. Hierfür recherchierte sie auch in New York.

Wirken

Frauenrechtlerin und Abgeordnete

Frauenrechtlerin und AbgeordneteB. arbeitete als Fremdsprachenlehrerin, ehe die Politik ihr Beruf wurde. Zur Politik fand sie, als sie während einer ungewollten Schwangerschaft abtrieb, was in Italien damals verboten war. Da gleichwohl illegale Abtreibungen vielfach verbreitet waren, bekannte sich B. öffentlich und akzeptierte eine dreiwöchige Gefängnisstrafe (vgl. Emma, März 1998). 1975 gründete sie das "Informationszentrum für Abtreibung" (Centro Informazione Sterilizzazione Aborto - CISA) mit, das für ärmere Frauen illegale, aber medizinisch einwandfreie Abtreibungen ...