Erich Quade

fr. General der Flieger

* 12. Mai 1883 Görken/Ostpreußen

† 8. September 1959

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 10/1954

vom 1. März 1954

Wirken

Erich Quade wurde am 12. Mai 1883 in Görken, Kreis Mohrungen in Ostpreussen geboren. Sein Vater verwaltete zuletzt die Graf zu Dohna' sche Begüterung Finckenstein in Westpreussen, wo Q. aufwuchs, bis er auf das humanistische Gymnasium in Danzig kam. Nach der Reifeprüfung trat er 1903 beim Grenadierregiment 5 in Danzig ein und rückte im Aug. 1914 als Adjutant eines hessischen Regiments ins Feld, wo er noch im gleichen Monat durch Schrappnellschuss schwer verwundet wurde.

Nach seiner Herstellung trat er Anfang 1915 in die Luftwaffe ein, wurde dort zum Hauptmann befördert und im Jahre 1916 zum Führer der Fliegerabteilung AOK Bothmer in Galizien. Im Sept. 1917 übernahm er die Führung der Fliegerabteilung beim AOK 7 an der Westfront und im Apr. 1918 wurde er Kommandeur der Flieger - und Beobachterschule in Thorn. Mit dem letzten deutschen Flugzeug verliess er im Nov. 1918 den Flugplatz Thorn.

Danach wurde Q. in das 100 000 Mann-Heer übernommen und wurde dann der erste Lehrer für Lufttaktik an der Infanterieschule in München. Als Major wurde er im Okt. 1926 in das Reichswehrministerium versetzt, wo e...