Franz Vranitzky

österr. Politiker und Bankmanager; SPÖ; Bundeskanzler 1986-1997; Parteivorsitzender der SPÖ 1988-1997; Bundesminister für Finanzen 1984-1986; Sonderbeauftragter der OSZE für Albanien März - Okt. 1997; EU-Beitritt Österreichs 1995 unter seiner Kanzlerschaft

* 4. Oktober 1937 Wien

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 30/2022

vom 26. Juli 2022 (la)

Herkunft

Franz Vranitzky wurde am 4. Okt. 1937 in Wien geboren. Sein Vater war Eisengießerei-Arbeiter und nach 1934 zeitweilig bei den Kommunisten engagiert, wandte sich aber später der Sozialdemokratie zu, die Mutter stammte aus einer burgenländischen Bauernfamilie.

Ausbildung

V. besuchte in Wien die Schule und studierte nach der Matura (Abitur) ab 1955 an der damaligen Hochschule für Welthandel, der heutigen Wirtschaftsuniversität Wien. 1960 schloss er dort mit dem Diplomkaufmann ab. 1963 leistete er Präsenzdienst. 1969 promovierte er zum Doktor der Handelswissenschaften.

Wirken

Berufliche Anfänge

Berufliche AnfängeSeine Berufslaufbahn begann V., seit Studentenzeiten SPÖ-Mitglied, 1961 bei den Siemens-Schuckert-Werken, wo er zunächst im Rechnungswesen tätig war. Noch 1961 wechselte er in die volkswirtschaftliche Abteilung der Österreichischen Nationalbank. 1969 wurde er dort dem ersten Vizepräsidenten direkt unterstellt. 1970 holte ihn der damalige Bundesminister für Finanzen, Hannes Androsch, als wirtschafts- und finanzpolitischen Berater in das Finanzministerium. In dieser Funktion hatte V. ein nahezu weltweites Aufgabenfeld. Er ...