Friedrich A. von Hayek

britisch-österreichischer Wirtschaftswissenschaftler; Nobelpreis 1974 für Wirtschaftswissenschaften zus. mit G. Myrdal für ihre bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Geld- und Konjunkturtheorie und ihre tiefgründige Analyse der wechselseitigen Abhängigkeit wirtschaftlicher, sozialer und institutioneller Phänomene

* 8. Mai 1899 Wien

† 23. März 1992 Freiburg/Brsg. (Deutschland)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 20/1992

vom 4. Mai 1992 (gi), ergänzt um Meldungen bis KW 09/2023

Herkunft

Friedrich August von Hayek war der Sohn eines Arztes und Universitätsprofessors der Botanik in Wien.

Ausbildung

Nach dem Besuch der Schule studierte er ab 1918 Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und war ein Schüler Ludwig von Mises und Friedrich von Wiesers. 1917-18 leistete er noch Kriegsdienst als Artillerieoffizier an der italienischen Front. 1921 und 1923 promovierte er in Wien zum Dr. jur. und zum Dr. rer. pol., 1929 folgte dort seine Habilitation.

Wirken

Nachdem er zunächst 1921-26 im österreichischen Staatsdienst als Sekretär des Abrechnungsamtes tätig gewesen war, wurde H. 1927 Direktor des von ihm gegründeten Österreichischen Instituts für Konjunkturforschung, das er bis 1931 leitete. Gleichzeitig war er 1929-31 als Privatdozent an der Universität Wien tätig. Nach verschiedenen vielbeachteten Gastvorlesungen erhielt H. bereits 1931 eine Professur für Politische Ökonomie und Statistik an der renommierten London School of Economics, an der er ...