Friedrich Gulda

österreichischer Pianist und Komponist; Gründer des "Klassischen Gulda-Orchesters der Wiener Symphoniker" und des "Eurojazz-Orchesters"; Initiator eines Musikforums am Ossiacher See 1968 und 1969; galt als einer der begabtesten Beethovenspieler seiner Generation

* 16. Mai 1930 Wien

† 27. Januar 2000 Weissenbach am Attersee

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 19/2000

vom 1. Mai 2000 (lö), ergänzt um Meldungen bis KW 31/2010

Herkunft

Friedrich Gulda war der Sohn eines Schulrektors.

Ausbildung

Den achtjährigen G. unterrichtete Felix Patofsky im Klavierspiel. Zwölfjährig wurde G. in die Klavierklasse Bruno Seidlhofers an der Akademie für Musik aufgenommen, und mit 16 Jahren gewann er beim Genfer Internationalen Musikwettbewerb 1946 einen ersten Klavierpreis.

Wirken

Der früh berühmte G. machte sich in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts als einer der bedeutendsten Klassikinterpreten einen international geachteten Namen. Nach ausgedehnten Konzerttourneen in Europa und Amerika gab er 1950 in der New Yorker Carnegie Hall sein Debüt und gelangte daraufhin rasch zu Weltruhm. Als G. 1953 in Wien die 32 Beethoven-Klaviersonaten erstmalig in chronologischer Reihenfolge spielte (1954 in Rio de Janeiro, São Paulo, Buenos Aires, Berlin und Frankfurt/Main), galt er bereits als der fesselndste, umstrittenste, zumindest manuell begabteste Beethovenspieler seiner Generation. Auch als Bachinterpret fand er große Anerkennung. ...