Friedrich Hacker

amerikanisch-österreichischer Psychiater und Schriftsteller; 1968 Gründer der Sigmund-Freud-Gesellschaft in Wien; Veröffentl. u. a.: "Aggression. Die Brutalisierung der modernen Welt", "Freiheit, die sie meinen", "Drogen. Verhüten statt behandeln statt strafen"

* 19. Januar 1914 Wien

† 23. Juni 1989 Mainz

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Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 32/1989

vom 31. Juli 1989

Herkunft

Friedrich Hacker wurde in Wien geboren und wuchs auch dort auf. Über seine Herkunft, Kindheit und Jugend ist bis zu seinem Tod wenig bekannt geworden. 1938 mußte er aus seiner österreichischen Heimat emigrieren. Die Erfahrung der Aggression eines ganzen Systems bestimmte wesentlich das Thema seiner späteren Forschungsarbeit.

Ausbildung

Das in Wien begonnene Medizinstudium setzte er nach seiner Emigration in Basel fort, wo er 1939 zum Dr. med. promovierte.

Wirken

1940 übersiedelte H. in die USA, wo er u.a. an der Columbia University und an der Menninger Clinic tätig war. 1945 wurde er in Kalifornien Chef eigener Kliniken, der Hacker-Kliniken für Psychiatrie in Lynwood, einem Arbeiterviertel von Los Angeles, und in Beverley Hills, der dortigen Prominentengegend. Mit der letzteren Klinik, so hieß es, wurde er zu einem reichen Mann. Auch als Gründer und Leiter der Hacker-Foundation machte er auf sich aufmerksam. Außerdem wurde er ...