Fritz Rahn

Pädagoge und Spracherzieher

* 23. August 1891 Tettnang

† 25. Juli 1964 Schorndorf

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 28/1966

vom 4. Juli 1966

Wirken

Fritz Rahn wurde am 23. Aug. 1891 in Tettnang in Württemberg als Sohn eines Gerichtsnotars geboren. Er legte am Gymnasium in Ehingen a.D. im Jahre 1910 das Abiturientenexamen ab und studierte dann klassische Philologie und Germanistik in Tübingen und Berlin von 1910-1919, unterbrochen durch 4 Jahre Frontdienst.

Nachdem er von 1920-1923 als Studienreferendar - bzw. assessor tätig gewesen war, wirkte er von 1923-24 als Studienrat an den Gymnasien und Volkshochschulen in Stuttgart und Schorndorf. 1954 erfolgte seine Ernennung zum Oberstudienrat, wo er auch nach seiner Pensionierung lebte.

Neben seiner Gymnasiallehrertätigkeit hat R. ein schriftstellerisches Lebenswerk von 14 Büchern, vornehmlich über Spracherziehung, aber auch über Ästhetik, Philosophie und geschichtliche Themen, geschrieben, daneben etwa 65 Aufsätze fachlicher Art, weiter Feuilletons, Kritiken, Berichterstattungen, Arbeiten über gegenstandslose Malerei, über die Theorie der Violintechnik, über literarischen Kitsch und über die "Frage der künstlerischen Sittlichkeit im Spätwerk Thomas Manns". Schon sein glänzend rezensierter Erstling hatte den Erlanger Ordinarius für Philosophie, Paul Hensel, aufhorchen lassen, bei dem R. 1927 mit der Dissertation "Die Ästhetik des Wortes" zum Dr. phil. promoviert ...