Fritz Valjavec

österreichischer Historiker; führender Vertreter der dt. Südosteuropa-Forschung; 1954 Leiter des Südostinstituts in München; Veröffentl. u. a.: "Karl Gottlieb von Windisch", "Geschichte der deutschen Kulturbeziehungen zu Südosteuropa"

* 26. Mai 1909 Wien

† 10. Februar 1960 Prien/Chiemsee

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 23/1960

vom 30. Mai 1960

Wirken

Fritz Valjavec wurde am 26. Mai 1909 in Wien als Sohn einer altösterreichischen Familie geboren. Er besuchte die Universität München, um Geschichte zu studieren und promovierte 1934 zum Dr. phil. Im Jahre 1938 habilitierte sich V. an der Universität München als Privatdozent für neuere und südosteuropäische Geschichte. 1940 wurde er an der Universität Berlin mit der Wahrnehmung eines Lehrstuhls für diese Fächer beauftragt, um dann von 1943-1945 an der gleichen Hochschule als beamteter Extraordinarius zu wirken. Er war seit 1954 wieder Honorarprofessor für Geschichte des Donauraumes an der Universität München. 1958 erhielt er eine ordentliche Professur. Seine Vorlesungen über Geschichte und Kultur Südosteuropas übten große Anziehungskraft aus.

Von V.s geschichtlichen und kulturhistorischen Arbeiten seien genannt: "Karl Gottlieb v. Windisch" (1936), "Der deutsche Kultureinfluß im nahen Südosten" (1940), "Kopitars Briefwechsel" (1943), "Der Josephinismus, zur geistigen Entwicklung Österreichs im 18. und 19. Jahrhundert" (1944, 1945), ...