Fritz von Graevenitz

deutscher Maler und Bildhauer; Werke v. a. Landschaftsgemälde, Tierskulpturen, Porträts und Denkmäler; u. a. "Pieta" auf der Solitude, "Die schöne Lau"

* 16. Mai 1892 Stuttgart

† 6. Juni 1959 Stuttgart

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 36/1959

vom 24. August 1959

Wirken

Fritz von Graevenitz wurde am 16. Mai 1892 in Stuttgart als Sohn des Generals der Inf. Fritz v. G. geboren. In seiner mütterlichen Ahnenreihe findet sich die Schwester von Schillers Mutter.

F.v.G. erhielt seine Erziehung im Kadettenkorps Potsdam und Lichterfelde. Von 1910 bis 1918 war er aktiver Offizier, nahm von Anfang bis Ende am 1. Weltkrieg teil und wurde schwer verwundet. Das für ihn wichtigste Sinnesorgan, das Augenlicht, war für ihn seither immer bedroht.

Nach dem Kriege wandte er sich der bildenden Kunst zu. Von 1918 bis 1920 besuchte er die Akademie der bildenden Künste und die Kunstgewerbeschule in Stuttgart, im Jahre 1920 sodann die Schule für bildende Kunst in Starnberg bei München, wo G. Britsch, Alfred Lörcher und Kornmann seine Lehrer waren.

Ab 1921 war v. G. selbständiger Bildhauer und seit 1940 auch Maler auf der Solitude bei Stuttgart. Seit 1936 wirkte er als Hochschullehrer an der Akademie Stuttgart, die er dann von 1939 bis 1946 mit ...