Georgi Bokow

bulgarischer Politiker

* 15. Januar 1920 Jakoruda

† 1989

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 12/1973

vom 12. März 1973

Wirken

Georgi Bokow (auch Bokoff) wurde am 15. Januar 1920 im Dorf Jakoruda (Bezirk Razlog) als Sohn "relativ wohlhabender Eltern" geboren. Er studierte in Pazardzhik und Plowdiw und erwarb einen Grad im Fachbereich Journalismus an der Universität Sofia. 1936 wurde er Mitglied des Komsomol, 1940 trat er der Kommunistischen Partei bei. Von 1943 bis 1944 schloss er sich den Partisanen an und spielte eine aktive Rolle in der Untergrundbewegung.

Zwischen der kommunistischen Machtergreifung im September 1944 und 1946 war B. in der Wirtschaft tätig. 1946 trat er in die Redaktion der Parteitageszeitung "Rabotnitschesko Delo" ein, deren Chefredakteur er 1953 wurde. Mit einer kurzen Unterbrechnung in den Jahren 1956 bis 1959 hat er diesen Posten bis heute behalten.

Sein Aufstieg in die höheren Stufen der Parteihierarchie begann 1958, als er zum Kandidaten des ZK der Kommunistischen Partei Bulgariens (BKP) gewählt wurde. 1962 wurde er Vollmitglied des ZK und im Dezember 1968 Mitglied des ZK-Sekretariats (wiedergewählt im April 1971).

Nach 1958 war er auch aktiv in der Führungsspitze der Bulgarischen Journalisten-Union, deren Vorsitzender er von 1960 bis 1976 war. ...