Georgij N. Vladimov

eigtl. G. N. Volosevic; russischer Schriftsteller im Exil; Literaturkritiker; 1983 Emigration, später Ausbürgerung; Veröffentl. u. a.: "Das große Erz" (Erzählung); "Drei Minuten Schweigen", "Die Geschichte vom treuen Hund Ruslan", "Der General und seine Armee" (Romane)

* 19. Februar 1931 Charkov/Ukraine

† 19. Oktober 2003 Frankfurt/Main (Deutschland)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 35/1988

vom 22. August 1988 , ergänzt um Meldungen bis KW 49/1995

Wirken

Georgij Nikolaevic Vladimov (eigtl. Volosevic) wurde am 19. Febr. 1931 in Charkov in der Ukraine geboren. Sein Vater war Lehrer für russische Sprache und Literatur, er wurde im Zweiten Weltkrieg vermißt gemeldet. Nach Abschluß seiner Schulausbildung studierte V. von 1948-53 Rechtswissenschaften an der Universität Leningrad. 1952 wurde seine Mutter verhaftet, und V. absolvierte seine weitere Hochschulausbildung im Fernstudium. Zeitweise arbeitete er als Lastwagenfahrer und als Matrose auf einem Fischerei-Trawler. Seine Berufslaufbahn begann er 1954 als Literaturkritiker, u.a. schrieb er für die Zeitschriften "Novyj mir" (Neue Welt) und "Teatr". Von 1956-59 war er bei "Novyj mir" als Prosa-Redakteur unter A. Tvardovskij tätig.

Seine schriftstellerische Laufbahn begann V. mit der Prosaveröffentlichung "Neman - Volga - Dunaj" (61; Njemen-Wolga-Donau; zus. m. P.V. ...