Georgios Rallis

griechischer Politiker; Ministerpräsident 1980/81

* 26. Dezember 1918 Athen

† 15. März 2006

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 11/1982

vom 8. März 1982 , ergänzt um Meldungen bis KW 17/2006

Wirken

Georgios Rallis wurde am 26. Dez. 1918 in Athen geboren und entstammt dem alteingesessenen Großbürgertum. Die Familie stellte schon mehrere Ministerpräsidenten. Er studierte Jura an der Universität Athen. 1940 bis 1941 nahm R. am Kampf gegen die faschistischen Invasoren teil. Nach dem Studium ließ er sich als Rechtsanwalt in Athen nieder. Während des Bürgerkrieges 1945-48 beteiligte er sich als Reserveoffizier an den Kämpfen gegen die Kommunisten.

1950 kam R. erstmals für die Populisten in das Parlament. Er schloss sich 1951 der Sammlungsbewegung des Marschalls Papagos an und nach dessen Tod der von Karamanlis geführten Nationalradikalen Union. Zwischen 1953 und 1958 war er auch Mitglied des Europarats in Straßburg.

Von 1954 bis 1956 arbeitete R. als Minister im Amt des Ministerpräsidenten Papagos. Unter Karamanlis leitete er ab 1956 das Ministerium für Öffentliche Arbeiten und Verkehr. Im Febr. 1958 trat R. zurück, weil er das neue Wahlgesetz ablehnte. Erst 1961 kehrte er in die Nationalradikale Union zurück und war dann 1961-63 Innenminister bei Karamanlis. Mit Karamanlis trat R. im Juni 1963 wegen Differenzen ...